Regionale Perspektiven auf IBKs „Rücktritt“: CNSP, M5-RFP und ECOWAS zur Übergangsphase

Am 18. August ereignete sich eine aus Kati ausgehende und in der Hauptstadt Bamako ausgeführte Meuterei des Militärs, die den in der Bevölkerung wenig Rückhalt genießenden Präsidenten Ibrahim Boubarcar Keïta (IBK) festnahm und unter Druck am Abend seinen Rücktritt erklären ließ. Nach den turbulenten Stunden des 18. August stellte sich aus den beteiligten Militärs das neu gegründete Nationale Komitee zur Erlösung des Volkes (Comité national pour le salut du peuple, CNSP) vor.

Eine politisch-geographische Einordnung zur Neutralisation Abdelmalek Droukdels und die Zukunft des europäischen Anti-Terror-Engagements im Sahel.

Am 5. Juni gab die französische Verteidigungsministerin Florence Parly bekannt, dass der Emir der salafistisch-islamistischen Terrorgruppe al-Qaïda au Maghreb islamique (AQMI), Abdelmalek Droukdel[1], zwei Tage zuvor im Rahmen einer von Spezialkräften der französischen Armee durchgeführten Operation nahe der nordmalischen Stadt Tessalit neutralisiert wurde. Durch das Auftreten Amadou Koufas, Gründer und Führer der Katiba Macina und religiöser Berater der an AQMI angeschlossenen Jama’at Nusrat al-Islam wa-l-Muslimin (JNIM) Anfang 2019, stellte sich die offizielle Meldung seiner Neutralisierung Ende 2018 als falsch heraus. Indem das U.S. Africa Command (AFRICOM) über ein eigenes Assessment Parlys Erfolgsmeldung bestätigte, wurden durch den Fall Koufas ausgelöste Zweifel bezüglich der Neutralisierung Droukdels ausgeräumt.

Kabinettsbeschluss: Auslaufendes Mandat für MINUSMA soll verlängert, EUTM Mali zudem ausgebaut werden

Die Ende des Monats auslaufenden Bundestagsmandate zur Entsendung deutscher Streitkräfte im Rahmen von MINUSMA und EUTM Mali werden aller Wahrscheinlichkeit verlängert. Das Kabinett billigte am Mittwoch den Beschluss zur Fortführung von MINUSMA sowie eine Verlängerung und Ausweitung des Mandats bezüglich EUTM Mali. Die finale Abstimmung über die Mandate wird im Bundestag gefällt. Soldatinnen und Soldaten …

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COVID-19 in den Sahelstaaten – Impuls für neue Konfliktdynamiken?

Die globale Verbreitung des Corona-Virus erreicht nunmehr auch die peripheren Gebiete der Binnenstaaten im Sahel. Hinsichtlich der prekären Sicherheitslage – insbesondere in Zentral-Mali sowie in Liptako-Gourma, der Grenzregion zwischen Burkina Faso, Mali und Niger – prognostiziert eine Vielzahl von Expert_innen einen weiteren, durch die Pandemie bedingten Anstieg jihadistischer Rekrutierungen sowie terroristischer Anschläge. Dementgegen zeichnet der …

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